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WSL-JuniorNewsAuch Waldbäume nehmen Plastikabfall auf

Auch Waldbäume nehmen Plastikabfall auf

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Im Alltag benutzen wir sehr viel Plastik. Da sind zum Beispiel die Einkaufstüten vom Supermarkt oder die Frischhaltefolie, dank der unser Essen weniger schnell schlecht wird. Es dauert jedoch sehr lange, bis Plastik zersetzt ist. Während ein vom Baum gefallener Apfel in der Natur nach ein paar Wochen schon zu Erde wird, ist eine PET-Flasche erst nach 450 Jahren komplett zerfallen. Das ist neun Mal so lange, wie es PET-Flaschen überhaupt schon gibt.

Inzwischen findet man die Reste von Plastikmüll überall. Sogar an abgelegenen Orten in den Alpen haben Forschende der WSL kleine Plastikteilchen im Schnee gefunden. Man nennt sie Mikroplastik, oder wenn sie noch kleiner sind Nanoplastik. Für die Natur ist das ein Problem. Man weiss, dass Tiere beim Fressen unabsichtlich Plastikteilchen mitverschlucken. Das kann sie bei grösseren Mengen krank machen.

 

Ein Forschungsteam der WSL führte nun ein Experiment mit Bäumen durch. Birken, Fichten und Eichen wurden in Wasser mit Nanoplastik gestellt. Tatsächlich liessen sich nach ein bis vier Tagen Plastikteilchen in den Pflanzen nachweisen. Am meisten hatte es in den Wurzeln, die direkt im Wasser standen. Doch sogar in den Blättern fand man Plastik. Bei der Birke, die sehr viel Wasser verbraucht, hatte es sich ausserdem im Stamm abgelagert.

Plastikabfall vermeiden

Scheinbar nahmen die Bäume die Teilchen mit dem Wasser auf und transportierten sie von den Wurzeln über den Stamm bis zu den Blättern. Wie stark das Plastik die Pflanzen stört, wird noch weiter untersucht. An Küchenzwiebeln wurde schon gezeigt, dass die Wurzeln wohl schlechter wachsen, wenn sie Nanoplastik aufnehmen.

Doch was können wir gegen das Plastikproblem tun? Jeder kann mithelfen, damit es weniger Plastikabfall gibt. Statt beim Einkaufen eine Plastiktüte zu benutzen, nimmt man eine eigene Tasche mit. Statt Frischhaltefolie kann man Wachstücher benutzen. Wenn man doch einmal ein Getränk aus einer Plastikflasche trinkt, wirft man sie anschliessend in den PET-Container statt in den Haushaltsabfall. Dadurch kann das Plastik rezykliert werden.

 

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