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Was bedeuten die fünf Lawinengefahrenstufen?

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28.01.2021  |  Nancy Bolze

 

Die Gefahr für Lawinen ist in den Bergen nicht überall gleich gross. Expertinnen und Experten am SLF in Davos machen im Winter zweimal täglich ein Lawinenbulletin. Das ist eine Vorhersage, bei der die Lawinengefahr mit fünf Stufen eingeschätzt wird. Du kannst dich darüber auf www.slf.ch oder White Risk-App informieren.

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lawinen sind für Menschen und Tiere eine bedeutende Naturgefahr. Sie können Dörfer und Strassen zerstören.
  • Das SLF in Davos informiert im Winter mit dem Lawinenbulletin um 8 und 17 Uhr über die aktuelle Schnee- und Lawinensituation.
  • Die fünf Gefahrenstufen umschreiben die Lawinengefahr in einer Region. Sie heissen gering (Stufe 1), mässig (Stufe 2) , erheblich (Stufe 3), gross (Stufe 4) , sehr gross (Stufe 5)
 

Im Winter beginnt der Lawinenwarndienst am SLF morgens um 5.30 Uhr mit seiner Arbeit. Die Lawinenwarnerinnen und -warner werten täglich viele Informationen aus: Zum Beispiel wie viel Neuschnee es gab, wie die Schneedecke aufgebaut ist und wo es Lawinen gab. Auch die Wettervorhersagen müssen sie genau studieren. Mit diesen Daten und speziellen Computerprogrammen erstellen sie für alle Bergregionen das Lawinenbulletin. Es ist die offizielle Warnung zur Lawinengefahr in der Schweiz und erscheint zwei Mal am Tag, um 8 und um 17 Uhr. Das Bulletin wird im Internet und via White Risk-App, aber auch über Radio, Soziale Medien, Fernsehen und Zeitungen veröffentlicht.

 

Die Lawinengefahr ist nicht überall gleich

Je nach Höhenlage und Region kann die Lawinengefahr auf verschiedenen Seiten desselben Berges unterschiedlich sein. Das liegt daran, dass der Schnee sich immer wieder verändert – durch Wind, Sonne oder einfach mit der Zeit. Dadurch können in der Schneedecke Schwachschichten entstehen, auf denen sehr viel Schnee abrutschen kann.

 
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Zwischen den Pfeilen ist eine Schwachschicht in der Schneedecke zu erkennen. In dieser Schicht gibt es nur wenige oder schwache Verbindungen zwischen den Schneekristallen. Diese Verbindungen können brechen, was zu einer Schneebrettlawine führen kann. Foto: Thomas Stucki/SLF
Bild 2 von 2
Hier ist eine Schneebrettlawine zu sehen und durch den Vergleich mit der Person unten links kann man erkennen, dass es sich um eine grosse Lawine handelt. Foto: Thomas Stucki/SLF
 

Die Einteilung der Lawinengefahr

Die Lawinenwarnerinnen und -warner geben die Gefahr in fünf Stufen an. Diese Einteilung gilt in ganz Europa und heisst «europäische Lawinengefahrenskala». Die Gefahrenstufen hängen von verschiedenen Grössen ab.
Je höher die Gefahrenstufe:

  • umso instabiler ist die Schneedecke,
  • umso mehr Gefahrenstellen sind vorhanden,
  • umso geringer ist die benötigte Last für eine Lawinenauslösung,
  • umso mehr und grössere Lawinen sind zu erwarten.


Die im Lawinenbulletin beschriebene Gefahrenstufe ist immer eine Vorhersage, so ähnlich wie ein Wetterbericht. Sie gilt für eine Region. Der einzelne Hang muss vor Ort überprüft werden.
Die folgende Tabelle ist eine Kurzfassung und zeigt die wichtigsten Merkmale und Empfehlungen für die einzelnen Lawinengefahrenstufen.

 
 

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