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Wie funktioniert der Hochwasserschutz in Zürich?

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Hochwassergefahr droht in der Stadt Zürich vor allem von Sihl und Limmat. Wenn in den Voralpen intensive Niederschläge fallen, können die beiden Flüsse enorme Wassermengen in Richtung Zürich transportieren. Statistisch betrachtet treten sie etwa alle 100 Jahre einmal über die Ufer und überschwemmen die Stadt. Das letzte Mal war das 1910.

 

Im Jahr 2005 entging die Stadt Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden. Wäre der Starkregen statt über dem Berner Oberland über dem Sihl-Einzugsgebiet niedergegangen, hätte die Sihl grosse Teile von Zürich überschwemmt. Der Kanton baute deswegen in den Folgejahren sein Hochwassermanagement aus. Zusätzlich startete er das Projekt "Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat", an dem auch die WSL mit dem Hochwasserwarnsystem IFKIS Hydro-Sihl beteiligt ist, und setzte einige Sofortmassnahmen um. So wurde zum Beispiel der Durchfluss der Sihl unter dem Hauptbahnhof Zürich vergrössert. Zudem kann der Sihlsee abgesenkt werden, wenn ein Hochwasser erwartet wird.

Die heutige Situation

Mit den bisher umgesetzten Massnahmen gelang es dem Kanton Zürich, den Hochwasserschutz für die Stadt Zürich deutlich zu verbessern. Am ersten Juniwochenende 2013 etwa fiel soviel Niederschlag, dass für Zürich Hochwasser erwartet wurde. Dank der Abflussvorhersagen von IFKIS Hydro-Sihl konnte der Krisenstab des Kantons jedoch bereits vor dem Wochenende veranlassen, dass der Sihlsee abgesenkt wurde. So konnten er den Stausee während des Starkregens als Speicherbecken nutzen, um die grossen Wassermengen zurückzuhalten. Ohne diese Massnahmen wären die Abflussspitzen im Sihltal und in Zürich grösser gewesen.

Wie es in Zukunft weitergeht

Ganz gebannt ist die Hochwassergefahr für Zürich aber immer noch nicht. Im Projekt "Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat" sind deswegen weitere Massnahmen geplant. Im März 2022 begann der Bau von einem Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil, der ab dem Jahr 2026 Wasser von der Sihl in den Zürichsee ableiten wird.

An der WSL ...

 

Die WSL-Gruppe "Hydrologische Vorhersagen" betreibt das Hochwasserwarnsystem IFKIS Hydro-Sihl. Die Informations-Plattform fasst eine Vielzahl von Informationen zusammen, zum Beispiel Wetter, Niederschlag und Abfluss. Dazu kommen die Meldungen der Beobachter vor Ort, um für das betreffende Gebiet bestmögliche Angaben über das aktuelle und absehbare Hochwasser- und Murganggeschehen zu erhalten. Der Kanton Zürich hat auf all diese Informationen Zugriff und kann so im Falle eines Hochwassers geeignete Massnahmen einleiten.

   

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