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Was passiert in der Schneedecke?

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Es ist Winter. Es schneit die ganze Nacht. Am nächsten Morgen ist alles eingebettet in eine winterliche Decke aus Schnee. Die Oberfläche ist ganz weich und locker. Aber hast du dich schon einmal gefragt, wie die Schneedecke von Innen aussieht?

 

Verschiedene Schichten

Die Schneedecke ist aufgebaut wie eine Crèmeschnitte. Wenn es schneit, kommen die Schneeflocken am Boden an und schichten sich übereinander. Jeder einzelne Schneefall bildet eine neue Schicht.

Die Schneekristalle in der Schneedecke wandeln sich ständig um und so verändern sich die Schichten während des ganzen Winters. Verantwortlich für diese Umwandlungen sind vor allem die Temperaturunterschiede in der Schneedecke.

 

Einfaches Schneeprofil selber machen

Schneeforscher untersuchen die unterschiedlichen Schichten mit einem sogenannten Schneeprofil. So kannst du selber die Schneedecke erforschen:

  1. Grabe ein Loch bis zum Boden. Stich mit der Schaufel eine saubere und senkrechte Schneewand ab. Bereits beim Graben wirst du wahrscheinlich einzelne Schichten feststellen. Miss nun wie viel Schnee liegt. Dazu nimmst du am besten einen Doppelmeter.

  2. Für den nächsten Schritt brauchst du deine Hand, einen Bleistift und ein Messer:                

    • Fühlt sich der Schnee durch das ganze Profil hindurch gleich an?
    • Wie viele Schichten findest du?
    • Wie hart sind die Schichten? Stelle fest, wie viel Kraft du brauchst, um in die einzelnen Schneeschichten einzudringen. Es gibt 6 Härtestufen:

    Faust (sehr weich)
    Vier Finger (weich)
    Ein Finger (mittelhart)
    Bleistift (hart)
    Messer (sehr hart)
    Messer (nicht einstossbar, Eis)

    3. Bestimme die Kornformen und –grössen. Du brauchst eine Lupe und eine kleine Metallplatte. Stell die Platte kurz in den Schnee, damit sie kalt ist. Nimm mit der Platte aus den verschiedenen Schichten Schneekörner heraus und untersuche sie mit der Lupe.

Warum ist es so wichtig, die Schneedecke zu untersuchen?

Um eine Lawinenprognose zu erstellen, müssen die Lawinenprognostiker wissen, wie die Schneedecke aufgebaut ist. Rund 200 ausgebildete Beobachter, verteilt über die Schweizer Alpen, liefern täglich Daten für die Arbeit des Lawinenwarndienstes. Alle zwei Wochen erstellen die Beobachter ausserdem an zahlreichen Messorten Schneeprofile.

Diese Daten sind sowohl für die Lawinenwarnung als auch für die Forschung, z.B. die Schneeklimatologie wichtig. Schneeklimatologen untersuchen beispielsweise den Einfluss der Klimaerwärmung auf die Schneedecke.